Autoantikörper-Analyse

Was sind Autoantikörper?

Antikörper werden im Körper als Teil der gesunden Reaktion des Immunsystems auf Bakterien, Viren u. a. gebildet. Sie binden dann an diese Erreger und markieren sie damit. Andere Teile des Immunsystems können die Erreger dadurch erkennen, bekämpfen und schließlich möglichst vollständig beseitigen. Eine gute Antikörper-Bildung macht eine Immunität gegen bestimmte Erreger möglich, die sogar lebenslang anhalten kann, wie z. B. gegen Masern, Röteln o.ä.
Autoantikörper hingegen entstehen, wenn das Immunsystem Fehler macht und Antikörper nicht gegen einen Angreifer bildet, sondern gegen körpereigene Gewebe. Normalerweise wird dies vom Körper verhindert. Aber unter bestimmten Bedingungen kommt es vor, dass solche Fehler passieren. Dann können sich sogenannte Autoimmunerkrankungen entwickeln.

Zu diesen Bedingungen, die vermehrt zu einer Bildung von Autoantikörpern führen können, gehören

→ eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) - akut als Pfeiffersches Drüsenfieber bekannt

→ eine Infektion mit Borrelia burgdorferii u. a. - akut oder chronisch als Borreliose bekannten

→ vermutlich auch eine Infektion mit Sars-Cov 2 - akut als Corona bekannt

→ bestimmte genetische Voraussetzungen - sogenannte genetische Prädispositionen
Ob die genannten Erreger oder genetische Prädispositionen bei den Betroffenen vorliegen, kann ebenfalls untersucht werden, um das Ergebnis in die Therapie einfließen lassen zu können.

Wann sollte eine Analyse von Autoantikörpern durchgeführt werden?

Eine Analyse von Autoantikörpern ist in Betracht zu ziehen z. B. bei folgenden Symptomatiken oder Erkrankungen:
→ starke Müdigkeit und Erschöpfung
→ Chronisches Müdigkeitssyndrom / Myalgische Enzephalomyelitis (CFS/ME)
→ massive Konzentrations- und Kognitionsstörungen / 'Brain Fog'
→ Burnout
→ Long-Covid-Syndrom
→ Post-Vac-Covid-Syndrom
→ Schilddrüsenproblemen
→ Gelenkschmerzen
→ u.a.

Wie wird eine Analyse der Autoantikörper durchgeführt?

Autoantikörpern können im Blut der Betroffenen nachgewiesen werden. Je nachdem, wie viele unterschiedliche Autoantikörper untersucht werden sollen, ist es eine kleine oder eine etwas größere Menge Blut, die im BioMedical Center abgenommen und eingeschickt wird. Die Analyseergebnisse werden vom Labor an das BioMedical Center übertragen. Wir vereinbaren mit Ihnen rechtzeitig einen passenden Termin für die Besprechung der Ergebnisse.

Welche therapeutischen Optionen ergeben sich aus der Analyse?

Werden Autoantikörper nachgewiesen, heißt das noch nicht, dass die entsprechende Erkrankung schon vorliegt. Es bedeutet aber, dass der Körper eine deutlich erhöhtes Risiko hat, langfristig diese Erkrankung zu entwickeln, wenn nicht therapeutisch eingegriffen wird. Hier gilt es also durch geeignete Maßnahmen echte Prävention zu betreiben udn die Gesundheit zu erhalten. Als therapeutische Interventionen bieten sich in dieserm Fall an die Immuntherapie, Antientzündliche Therpapien, Phytotherapeutika, die sehr spezifischen Q-REstrain-Sitzungen und manches mehr.

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