Gepon

Dezember 15, 2020

Was ist Gepon

Bei diesem Präparat, das ein „Peptid aus dem menschlichen Immunsystem - dem Oberflächenmolekül „Ezrin “ ist, handelt es sich um einen Immunmodulator (1), der zusätzlich über eine antivirale Aktivität verfügt.

Die Darreichungsform wird angegeben mit Lyophilisat für die Herstellung von Lösungen für unterschiedliche Formen der Applikation,- üblicherweise wird es infundiert oder gespritzt

In einem Röhrchen bzw. in einer Ampulle sind 10 mg Gepon-Tetradekapeptid enthalten.
Das weiße lyophilisierte Pulver ist leicht in einer physiologischen Salzlösung löslich.

Zu den Indikationen gehören im Einzelnen:

- die Korrektur einer Immunschwäche und einer Immundefizienz (2)
- die Therapie einer HIV-Therapie
- eine Verbesserung der Immunabwehr gegen mögliche Ansteckungen
- die Immunabwehr stärken zur Vorbeugung aber auch Behandlung von opportunistischen Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilzen.
- die Verhütung einer Candidiasis der Haut und Schleimhäute nach einer Antibiotikatherapie
- die Verringerung von manifestierten Entzündungen wie Schwellungen, Rötungen, Schmerzen und Juckreiz auf der Haut und der Schleimhaut.

Wie wirkt es?

Von alpha- und auch beta-Interferonen wird die Synthese induziert. Zudem erfolgten eine Mobilisierung und Aktivierung der Makrophagen (3). Die Produktion der inflammatorischen Zytokine (4) wird von Gepon reduziert. Verstärkt wird die Produktion von wichtigen Antikörpern gegen unterschiedliche Ansteckungen. Es wurde gezeigt, dass die Virusvermehrung von „Enzephalomyocarditisvirus, Herpes simplex-Viren vom Typ I und 11, Hepatitis C-Virus und andere“ unterdrückt wird. Und nicht zuletzt wird die Widerstandskraft des menschlichen Organismus gegen Ansteckungen mit Bakterien, Viren und Pilzen gestärkt.

Eine Verringerung der Viruslast in den Blutzellen sowie im Blutserum ist bei Patienten festzustellen, die an einer HIV-Infektion erkrankt sind. Gleichzeitig werden spezifische Immunreaktionen gegen HIV aktiviert.

Mehrheitlich konnten folgende Veränderungen festgestellt werden:
ein Ansteigen der Zahl von CD4-T-Zellen sowie NK-Zellen
Neutrophile (5) und CD8+Zellen nahmen zu. Dies ist entscheidend für die Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen.
Die Produktion der Antikörper, die speziell gegen HIV gerichtet sind, nahm zu. Das Gleiche gilt für Antikörper, die gegen jeweils opportunistische Infektionen (6) gerichtet sind.

Die Behandlung über einen vollen Monat ergibt als klinischen Effekt einen Schutz gegen "wiederkehrende opportunistische Infektionen" für einen Zeitrahmen von 3-6 Monate.

Die Behandlung von wiederkehrenden Haut- und Schleimhautinfektionen mit Candida-Pilzen ermöglicht ein kurzes Behandlungsschema von ca. 3-5 Anwendungen.

Nicht zu vergessen ist der entzündungshemmende Effekt. Bereits nach 1-2 Tagen, so wird berichtet, gehen die Entzündungszeichen zurück. Das heißt: Die Rötungen und Schwellungen sowie das Brennen, Jucken und Missgefühl klingen ab.

Weitere Anmerkung zu den Wirkungsbereichen

Der Freiburger Immunologe und langjährige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Vakzine, Prof. Wolfgang Bessler und Prof. Dr. med. J. Hinrich Peters versuchen seit Jahren, Gepon nicht nur als antivirale, sondern auch als immunmodulatorisches Prinzip zu propagieren. Das Gleiche versucht der russische Immunologe Ravshan Ataulokhanov. Immerhin besteht in Russland die Indikation für  Condylomata acuminata.

Das Präparat greift zudem in den Bindungs- und Aktivierungsprozess von zahlreichen Viren ein. Ärzte in Deutschland setzen Gepon im Rahmen von durchgeführten Analogschlüssen erfolgreich bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn sowie Psoriasis und Neurodermitis ein.

Wie weiterhin berichtet wird, hat das Präparat auch bei schweren Rheumaschüben geholfen. Dies sei eine Erfahrung, die er bei einem Verwandten machen konnte. Ihm selber habe es bei schweren Infekten mit hohem Fieber so gut geholfen, dass er jedes Mal am nächsten Morgen fieberfrei war.

Im Fall von Corona kann nicht auf die Herstellung einer Vakzine gewartet werden. Es gilt als extrem risikoarm, Gepon prophylaktisch und insbesondere akut einzusetzen, weil es in die hoch entzündliche kritische Phase der Infektion eingreift. Von weitsichtigen Ärzten sollte es als Therapieversuch bedacht werden.

Behandlung im Biomedical Center Speyer

Die Gepon Therapie ist neu im Biomedical Center Speyer. Vereinbaren Sie einen Termin zur Beratung in unseren Praxisräumen in Speyer.

https://biomedical-center.de/



Erklärung zu Fachbegriffen

(1) Immunmodulator: Veränderung des körpereigenen Abwehrsystems durch pharmakologisch wirksame Stoffe
(2) Immundefizienz: synonym für Immunschwäche, Immuninsuffizienz in Bezug auf Erkrankungen des Immunsystems
(3) Makrophagen: Fresszellen mit der Aufgabe, Bakterien, Viren und Toxine zu vernichten
(4) Zytokine: Proteine, die Wachstum und Zelldifferenzierungen regulieren
(5) Neutrophile: Spezialisierte Immunzellen und mit 50-60 % die häufigsten weißen Blutkörperchen
(6) opportunistische Infektion: eine Infektion, bei der eine gestörte Immunabwehr auftritt
(7) Urethritis: Harnröhrenentzündung
(8) Balanoposthitis: Entzündung von Glans penis (Eichel) und Präputium (Vorhaut)
(9) Urethra: Harnröhre

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2 Kommentare

  1. Michael Wienecke

    Hallo und guten Tag,

    2006 war ich nach einer einjährigen Interferon-Ribavirin Therapie gegen hepC nur kurze Zeit virenfrei und habe mich danach selbst mit Gepon Spritzen behandelt ( damals direkt aus Russland ohne Rezept). Mit Gepon konnte ich meine Viruslast stark reduzieren und ich kann bestätigen, dass dieses Medikament sehr gut gewirkt hatte. 2015 hatte ich eine neue Therapie mit nur einer Tablette pro Tag und bin seitdem unter der Nachweisgrenze.
    Ich werde mir Gepon auf alle Fälle wieder besorgen und als Notfallmedikament im Kühlschrank lagern. Ich denke man kann es auch in Covid Zeiten benutzen, egal ob als Profilaxe oder als Notmedikament.
    Mit besten Grüßen, Michael Wienecke

    Reply
  2. Beate Friedrich

    Kann man Gepon Tabletten oder
    eine andere Zubereitung irgendwo käuflich erwerben?

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr.B.Friedrich

    Reply

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