Vitamin D kann Wachstum von Tumoren verhindern

April 14, 2015

Vitamin D-Mangel und Entstehung von Tumoren

Neue Untersuchungsergebnisse weisen daraufhin, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel bei der Entstehung und Zunahme einer ganzen Reihe von Tumoren ursächlich beteiligt ist, wie u.a.:

  • Prostatakarzinom
  • Mamakarzinom
  • Bronchialkarzinom
  • Kolo-Rektal-Karzinome
  • Maligne Lymphome und Melanome

Aktives Vitamin D kann Wachstum von Tumoren hemmen

Aktives Vitamin D zeigte im Laborversuch bei den genannten Tumoren einen starken wachstumshemmenden Effekt. Die Mechanismen dieses Effektes stehen in Verbindung mit der Auslösung von Vorgängen, die zum Zelltod führen. Als weiterer, hemmender Effekt wird ein Einfluss auf die Tumordurchblutung diskutiert.

Unabhängig von diesen zusätzlich nachgewiesenen tumorspezifischen Effekten wurde der Normbereich für Vitamin D im Serum des Menschen deutlich nach oben korrigiert, da zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben, dass der vollständige Effekt von Vitamin D zum Beispiel auf den Mineralsalzgehalt des Skeletts erst bei höheren Konzentrationen im Serum eintritt als dies bislang angenommen wurde (Zitat 1).

Konsequenterweise wurden auch der therapeutische Bereich und die Höhe der empfohlenen Dosis von Vitamin D nach oben korrigiert (Zitat 2).

Wie entsteht Vitamin D?

Vitamin D wird in unserer Haut ohne unser Zutun automatisch gebildet, sobald die Sonne mit genügender Intensität darauf scheint. In unseren Breiten ist dies von April bis Oktober der Fall. Viele Jahre lang beschränkte sich die Kenntnis der Bedeutung von Vitamin D auf seinen Effekt für den Knochen und Mineralhaushalt. Man nahm an, dass die aktive Form ausschließlich in der Niere gebildet werden kann, die es dann wieder an das Blut für den Knochenstoffwechsel abgibt. Diese Auffassung hat sich zwischenzeitlich grundlegend geändert, da alle Zellen über Vitamin D-Rezeptoren verfügen und aktives Vitamin herstellen können, das dann jedoch in der Zelle direkt verstoffwechselt wird, so dass die aktive Form aus diesen Zellen nicht im Blut erscheint.

Quelle:

Ausgewählte Zitate aus der Literatur: Zitat 1: Bischoff-Ferrari, HA et al. Am J Clin Nutr 84 (2006) S 18-28

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