Multi-Pass-Ozontherapie für das Immunsystem

Juni 4, 2020

Formen der Multi-Pass-Ozontherapie

Die Immunabwehr ist eine wesentliche Funktion des Organismus. Besonders in Krisenzeiten wie der aktuellen Herausforderung durch Covid-19 kommt es auf eine intakte Abwehr an. Die Therapie mit Eigenblut und Ozon, besonders als Multi-Pass-Ozontherapie nach Dr. Lahodny, gehört zu den bevorzugten Methoden des Biomedical Center Speyer.

Die medizinische Ozontherapie wird in der Fachliteratur als ungiftig, sicher und hochwirksam beschrieben. Ihre Aufgabe ist die Anregung der körpereigenen Immunität. Krankheitserreger, Bakterien und Viren werden unwirksam. Die Therapie nützt zudem der Regeneration der Homöostase. Diverse Krankheiten können mit der Multi-Pass-Ozontherapie behandelt werden, deren Heilung bisher als äußerst schwierig zu gelten hatte. Als nachhaltige Maßnahme beugt sie in der Prophylaxe zahlreichen Erkrankungen vor.

Das Immunsystem

Das körpereigene Abwehrsystem ist für das Verhindern von Infektionskrankheiten zuständig. Bakterien und Viren greifen fortwährend den Organismus an, und auch bei der Eingrenzung von Tumorerkrankungen ist eine funktionelle Abwehr essentiell. Für die Verhütung sogenannter Autoimmunerkrankungen muss die Körperabwehr ebenfalls optimal eingestellt sein und entsprechend reagieren. Chronische Arthritis, Neurodermitis und Multiple Sklerose sind bekannt Autoimmunerkrankungen.

Den Botenstoffen der Abwehrzellen kommt hierbei eine große Bedeutung zu. Interleukin und Interferon sind in diesem Zusammenhang bekannte biochemische Komponenten. Im Organismus wechselt ständig ein Forcieren und Retardieren der diversen Funktionen. Aber es kann auch zu Ungleichgewichten kommen, und als Ergebnis überschießender Prozesse ergeben sich in der Folge entzündliche oder autoimmune Erkrankungen. Reagiert die Immunantwort dagegen zu träge, verschlechtert sich die Infektabwehr oder es entwickelt sich eine Tumorerkrankung. Entscheidend für die Gesundheit ist das Gleichgewicht der aktiven und passiven Komponenten des Immunsystems.

Ozonanreicherung als Mittel der Therapie

Das Molekül Ozon ist Bestandteil der Erdatmosphäre. Die Ozonschicht filtert die schädliche ultraviolette Strahlung und schützt damit den menschlichen Organismus vor Strahlenschäden. Das Molekül besteht aus drei Sauerstoffatomen und wird im Zusammenhang mit der Ozonbehandlung für therapeutische Zwecke genutzt.

Bei der Behandlung diverser Erkrankungen nutzt der Therapeut medizinisches Ozon zur Wiederherstellung der Gesundheit. Die Gasmischung aus Ozon- und Sauerstoffmolekülen findet in unterschiedlichen Konzentrationen Verwendung in der Medizin.

Die Ozontherapie beugt Zellschäden vor

Besonders die körpereigenen Radikalfänger und Antioxidantien werden von der Ozontherapie aktiviert. Damit lassen sich Zellschäden vermeiden. Zusätzlich stimuliert das Molekül die Immunabwehr und regt die Durchblutung an. Eine ganze Reihe zusätzlicher positiver Wirkungen ruft die Therapie hervor.

Verschiedene Wirkungsbereiche

Eine Folge ist eine verbesserte Abgabe von Sauerstoff in das Körpergewebe. Denn in den roten Blutkörperchen aktiviert die Ozontherapie den Sauerstoffwechsel. Arterielle Durchblutungsstörungen gehören zu den Krankheiten, die aufgrund dieser Wirkung behandelt werden. Außerdem sind hier zu nennen die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt. Zerebrale Durchblutungsstörungen gehören ebenfalls in diese Kategorie.

Ein weiteres Wirkungsfeld bezieht sich generell auf das Immunsystem. Denn die körpereigene Immunabwehr wird durch die Multi-Pass-Therapie gestärkt, das Freisetzen von Botenstoffen wie Interferon oder Interleukin gesteigert. Damit unterstützt die Ozontherapie die Behandlung von Krebserkrankungen und hilft bei einer generellen Immunschwäche.

Das dritte Feld der Therapiemaßnahmen besteht – wie bereits gesagt – aus den körpereigenen Antioxidantien und Radikalfängern. Krankheitsbilder mit dieser Ursache beruhen auf verschiedenen entzündlichen Prozessen. Gelenkentzündungen (Arthritis) sind hier zu nennen und Gefäßerkrankungen. Aber auch Alterungsvorgänge werden mit einer Reduktion der Antioxidantien in Verbindung gebracht ebenso wie entzündliche Darmerkrankungen.

Methoden und ihre Durchführung

Ärzte und Heilpraktiker bieten verschiedene Formen der Ozontherapie an. Naturheilkundliche Zentren behandeln ebenfalls nach der Methode. Das Biomedical Center Speyer hat zusätzlich zu bereits etablierten Verfahren neueste Techniken übernommen und miteinander kombiniert. Zum Therapieangebot gehört in Speyer ebenfalls die bahnbrechende Multi-Pass-Therapie. Hierbei wird in mehreren Durchgängen Blut entnommen, mit Ozon angereichert und wieder verabreicht.

Zu den gängigen Verfahren zählen die große Eigenblutbehandlung, die kleine Eigenblutbehandlung und die rektale Ozon-Insufflation. Dem Patienten werden 100 bis 200 Milliliter Blut entnommen. Anschließend erfolgt das Anreichern der Blutmenge mit Ozonanteilen. Das so entstandene Gemisch verabreicht der Arzt schließlich als Infusion. Bei dieser entnommenen Menge Blut spricht man von der großen Eigenblutbehandlung.

Soll die körpereigene Immunabwehr aktiviert werden, nimmt man dem Patienten nur kleinere Blutmengen ab. Auch hier erfolgt eine Anreicherung mit Ozonanteilen durch den behandelnden Mediziner, bevor er die Mischung in die Muskulatur injiziert.

Auch bei infizierten Wunden verspricht die Ozontherapie eine Linderung der Beschwerden. Bei diesem Krankheitsbild appliziert man das Ozongemisch mit Hilfe eines Beutels oder einer speziellen Kunststoffglocke. Das Verabreichen geschieht unmittelbar am infizierten Bereich. Der Therapeut spricht auch von der Beutelbegasung.

Darmkrankheiten und andere systemische Krankheitsbilder behandelt der Arzt mit der rektalen Ozonverabreichung. Das Ozon-Sauerstoff-Gemisch wird mit Hilfe eines Beutels über den After gegeben. Die Methode ist schnell durchführbar und absolut schmerzfrei. Der medizinische Begriff lautet „rektale Ozon-Insufflation“.

Nur geringe Nebenwirkungen bei der Ozontherapie

Die Nebenwirkungen aller beschriebenen Methoden sind harmlos und bewegen sich im Rahmen der auch bei anderen Injektionen üblichen Begleiterscheinungen. Beim Setzen der Spritze kann die Injektionsstelle schmerzen. Nach der Applikation kann ein blauer Fleck, ein Hämatom, entstehen. Selten kommt es zu einem Spritzenabszess.

Gegenanzeigen und Unverträglichkeiten

Abhängig von der Konstitution des Patienten kann die Ozontherapie bei bestimmten Erkrankungen nicht zur Anwendung kommen. Entscheidend für eine Kontraindikation ist jedoch die jeweils gewählte Methode. Die Therapie mit Infusionen ist bei einigen Erkrankungen des Herzens und nach einer überstandenen Lungenembolie nicht zulässig.

Weil die Eigenbluttherapie die Konsistenz des Blutes beeinflusst, ist die Einnahme blutverdünnender Arzneimittel ein Hinderungsgrund für die Anwendungen. Gleiches gilt bei Gerinnungsstörungen. Patienten mit einer Überfunktion der Schilddrüse, die unbehandelt bleibt, verzichten ebenfalls auf die Ozontherapie. Allergische Reaktionen wurden bislang nicht beobachtet. Bezüglich einer Allergie ist zur Zeit keine Kontraindikation bekannt.

Die Therapie

Von den Krankenkassen wird die Ozontherapie bisher leider nicht übernommen. Der Patient kommt also als Selbstzahler für die entstehenden Kosten auf. Entsprechend der vom Arzt gewählten Methode bleibt der Aufwand allerdings überschaubar.

Üblich sind mittlerweile Zyklen ab acht bis zu zwölf Anwendungen. Bei bestimmten Erkrankungen kann eine längerfristige Therapie angezeigt sein. Dies gilt besonders für das chronisch-entzündliche Milieu mit seinen rheumatischen Erkrankungen, dem Diabetes Mellitus und Erkrankungen der Leber. In solchen Fällen ist ein größerer Abstand zwischen den Einzelbehandlungen zu empfehlen.

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