Verbindung zwischen Darmbakterien, Entzündungen und Krebs

August 18, 2021

90 Prozent des menschlichen genetischen Materials bestehen aus fast 100 Billionen Bakterien, Pilzen, Viren und anderen Mikroorganismen. Sie beeinflussen u.a. unsere Gene, unser Immunsystem, psychische Gesundheit sowie das Risiko von zahlreichen akuten und chronischen Krankheiten wie Diabetes und Krebs betroffen zu sein. Es wird immer deutlicher, dass die Zerstörung der Darmflora durch Antibiotika und schlechte Ernährung ein primärer Faktor für steigende Krankheitsraten ist.

Macht der Darmbakterien

Von den Darm-Mikroben wird in letzter Zeit viel gesprochen. Infolge zahlreicher Untersuchungen wurde herausgefunden, welche wichtige Rolle diese winzigen Organismen für unseren allgemeinen Gesundheitszustand und das Wohlbefinden spielen.

Wir wissen jetzt, dass die Mikroflora beeinflusst wie folgt:

  • Genexpression
  • Immunsystem
  • Gewicht
  • Entstehung zahlreicher akuter und chronischer Krankheiten, wie z. B. Diabetes und Krebserkrankungen
  • unsere Emotionen und psychische Gesundheit

Was schadet unseren Darmbakterien

Unser Lebensstil fördert eine gesunde Darmflora oder aber beraubt er sie guter Bakterien und macht sie leistungsschwach. Eine beschädigte Darmflora bedeutet eine Katastrophe für die gesamte gesundheitliche Verfassung des Menschen, denn sie ist eine Voraussetzung für ein funktionierendes Immunsystem - 80% unserer Abwehrkräfte stecken in der Darmflora in Form von guten Bakterien und anderen Mikroorganismen, die den Darm dicht besiedeln.

Darmbakterien reagieren z.B. extrem empfindlich auf:

  • Antibiotika
  • Chloriertes Wasser
  • Antibakterielle Seife
  • Landwirtschaftliche Chemikalien
  • Umweltverschmutzung
  • und last but noch least: auf Ernährung

All diese Faktoren können sich verheerend auf die Entwicklung von Bakterien im Darm auswirken.

Der Aspekt der auf Dauer schädlichen Wirkung von Antibiotika ist nicht nur ein Aspekt ihrer direkten Verwendung beim Menschen, sondern zusätzlich ein Ernährungsaspekt. Denn Antibiotika werden außer in der humanen Medizin auch noch in der massenhaften Tierhaltung vermehrt eingesetzt. Sie dienen nicht nur der Bekämpfung von Infektionen, sondern fördern eine profitable, aber ungesunde Gewichtszunahme der Tiere.

So erreicht uns ein Großteil dieser Medikamente über den Verzehr an Fleisch und konventionell angebauten Getreideprodukten. Aus diesem Grund ist es ist wichtig, konventionell erzeugtes Fleisch und Wurst zu vermeiden.

Gestörte Darmflora kann Entzündungen und Krebs begünstigen

Es ist seit Langem bekannt, dass die Entzündungen im Darm das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöhen.  Eine Studie an Mäusen demonstriert sehr gut, dass zwischen Darmbakterien, Entzündungen und Krebsanfälligkeit eine Kettenreaktion bestehen könnte.

Laut der Studie bringen Entzündungen das gesamte bakterielle Ökosystem aus dem Gleichgewicht, sodass infolge die natürlichen Barrieren durch verschiedene Krankheitserreger wie z.B. Bakterium E.coli leichter überwunden werden und Zellschäden verursachen können.

Dies wurde in einer Reihe von Experimenten an Mäusen festgestellt. Mäuse, die Darm-Entzündungen aufwiesen, beherbergten auch erhöhte Mengen am Bakterium E. coli sowie andere verwandten Bakterien. Ferner wurde bei diesen Mäusen beobachtet, dass die Anwesenheit von E. coli die Tumorbildung förderte.

Die Forscher stellten auch Übereinstimmungen zwischen Mäusen und Menschen fest, denn eine E. coli-Variante mit den verdächtigen Genen fand sich auch bei vielen menschlichen Patienten mit kolorektalem Karzinom und Reizdarm.

Zwar kann eine geradlinige Verbindung zwischen Mikroben im Darm und Krebs nicht 1:1 festgestellt werden, aber Störungen in der mikrobiellen Darmflora können sehr wohl zu Entzündungen führen, welche wiederum eine Bildung von Krebszellen begünstigen können.

Dieser Punkt ist sehr erkenntnisreich, wenn man eine natürliche Therapierung und Prävention vieler Entzündungs-bedingten Krankheiten betrachtet. Denn eine gezielte Modulierung der Darmflora könnte tatsächlich das Erkrankungsrisiko sowie das Krankheitsstadium (auf Basis einer fundierten ärztlichen Diagnose und Behandlung) positiv beeinflussen. Und dies ist durch Einsatz von vollwertigen Probiotika möglich. 

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